Adventgemeinde Hamburg-Harburg

Die Adventgemeinde Hamburg-Harburg wurde vor fast 125 Jahren gegründet und hat zurzeit rund 200 Gemeindemitgliedern. Neben dem gemeinsamen Glauben und unserer Mission, steht die Musik im Vordergrund - ob während der Kinderstunde, dem Gottesdienst, zum Sabbatanfang, den Jugendstunden oder im Seniorenkreis. Das gemeinschaftliche Musizieren verbindet jede Altersgruppe unserer Gemeinde und erfüllt sie mit Leben.



Glaube

Woran glauben Adventisten eigentlich? Wo liegen die Unterschiede zu anderen Konfessionen?

 

Mission

Mission - was bedeutet das eigentlich? Erfahren Sie mehr über unsere Mission und unseren Auftrag in dieser Welt.

 

Engagement

In unserer Gemeinde  finden sich zahlreiche Angebote für Jung und Alt in Form von  Aktionen oder sozialen Projekten.

 



Unsere Geschichte

Gründung

Am 10. Juni 1893 gründete Ludwig Richard Conradi die Adventgemeinde Harburg.

Sie zählte 23 Gemeindeglieder. Als Versammlungsraum diente ein zur „Kapelle“ umgebauter ehemaliger Pferdestall der Postdirektion am Krummholzberg.

Ab 1903 befand sich der Versammlungsraum am Außenmühlenweg und ab 1912 in der Rathausstraße. Innerhalb von sechs Jahren (1908-1914) wuchs die Gemeinde Harburg auf 84 Glieder an. Während des ersten Weltkrieges befand sich die Versammlungsstätte auf einem Hinterhof in der Lindenstr. 92, heute Julius-Ludowieg-Straße. Eine ehemalige Werkstatt war zum Gottesdienstraum umgestaltet worden. Nach der Zerstörung des Versammlungsraumes 1944 durch eine Bombe war die Gemeinde Harburg ohne eine Stätte der Anbetung. Bis zum Frühjahr 1946 versammelten sich die Harburger Adventgläubigen in der Wohnung von Geschwister Hoffmann im Berlepschweg. Danach genoss die Gemeinde Gastfreundschaft in der Elim-Gemeinde und kurze Zeit in der Baptistengemeinde Wilhelmsburg. Schließlich wurde der Jugendraum der Baptistengemeinde in der Maretstraße zum vorläufigen Zuhause.

Das Wachstum der Gemeinde machte es notwendig über den Bau einer eigenen Kapelle nachzudenken. 1949 begannen die Vorbereitungen zum Bau einer Kapelle. Ein Glaubensbruder besaß ein Grundstück in der Bremer Straße, das er zur Verfügung stellen wollte. Aber aus diesen Plänen wurde nichts, da die Verantwortlichen der gegenüber liegenden St. Johannis-Kirche Einspruch erhoben, so dass eine Baugenehmigung verweigert wurde.


Kapellenbau

Geschwister Meier besaßen ein Grundstück in der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße (der jetzigen Denickestraße), und boten es für den Kapellenbau an. Anfang September 1952 wurde um freiwillige Bauhelfer geworben, die sich nun daran machten, das Trümmergrundstück in ein Baugrundstück zu verwandeln. Am 12. Dezember 1953 wurde das „Haus der Adventhoffnung“ eingeweiht und ist bis heute das Zuhause der Gemeinde. Die Podiumswand schmückte die Inschrift: „Tut Buße, das Himmelreich ist nahe herbei gekommen“. Die Erwartung des Kommens Christi war Programm und Auftrag zugleich.

 

Im Laufe der Jahre freute sich die Gemeinde über ihr schönes Zuhause, stellte jedoch fest, dass bedingt durch das Wachstum und die vielen Kinder und Jugendlichen, wenig Raum für deren Aktivitäten und Betreuung war. Das Gemeindeleben veränderte sich nun, es wurde mehr Wert auf soziales Engagement und Aktivitäten neben den gottesdienstlichen Veranstaltungen gelegt. So entschied sich die Gemeindeleitung 1979 für einen Umbau der unteren Räume, die vorher als Hausmeisterwohnung und Nebenräume genutzt wurden.

 



Wachstum

Durch großzügige Spenden konnten die umfangreichen Umbauten und Modernisierungsarbeiten, die teilweise in Eigenleistung unter der fachkundigen Leitung von Bruder Grebe ausgeführt wurden. Der Gottesdienstraum wurde nach den Plänen des Künstlers und Gemeindegliedes Emil Maier-F. neuzeitlich in christlicher Symbolik gestaltet. Im Juni 1982 wurde das „neue“ Gotteshaus feierlich eingeweiht, das jetzt für weitere Veranstaltungen, wie öffentliche Vorträge, Kochkurse, Kinderbibelwochen, Pfadfinderarbeit, Chor- und Bläserveranstaltungen, Konzerte und vieles mehr genutzt wurde. Diese Aktivitäten sowie Gemeindeausflüge zu Wasser und zu Lande trugen dazu bei, dass die Zusammengehörigkeit gepflegt und Kraft für den Alltag "getankt" werden konnte.

 

Durch die Wiedervereinigung Deutschlands kam es zwischen Glaubensgeschwistern aus Harburg und aus ostdeutschen Adventgemeinden zu bewegenden Begegnungen. Zahlreiche Hilfsaktionen für Rumänien, Russland und andere Ostblockstaaten, die von engagierten Gemeindegliedern durchgeführt wurden, sind Beispiele für das soziale Engagement.

Ende 1993 war die Gemeinde auf 187 getaufte Gemeindeglieder herangewachsen, ebenso, wie eine große Jugend- und Kindergruppe.  Die folgenden Jahre zeigen, dass sich die Gemeinde darauf eingestellt hat, den Menschen ihrer Umgebung durch Gesprächskreise, Lebensschul-Seminaren, Hobbytreffs, Gesundheitsveranstaltungen  und Suppenküche für Bedürftige, Not zu lindern und Hilfen zur Bewältigung des Alltags anzubieten.

 

Im Jahr 2016 wurde im Rahmen von Renovierungsarbeiten  der Gottesdienstraum teilweise neu eingerichtet. Durch das Kreuz wird jetzt für alle sichtbar zum Ausdruck gebracht, dass Jesus als Erlöser im Mittelpunkt der Gemeinde steht.


Das Leitwort der Gemeinde ist: „Mit Jesus an Bord mutig voran in seine Freiheit.“


Mit Jesus in die Freiheit, das ist das neue Motto unserer Gemeinde. Starke Worte. Jesus will uns an Bord holen, sowohl im Glauben als auch im Leben. Gott schenkt uns Freiheit, wenn wir ihm und seinen Wegen folgen. Wenn wir eigene Bedürfnisse einmal zurückstellen und auf das hören, was er für uns bereit hält.