Kurzandacht

März 2020

Diakonie ist ein wesentlicher Bestandteil einer Gemeinde und somit auch der unsrigen. Diakonie steht für den Dienst am Menschen und immer, wenn ich an einer unserer Diakonie-Treffen teilnehme, beeindruckt mich deren Einsatz für unsere Brüder und Schwestern. Da wird ein Haus renoviert, die Einkäufe erledigt, finanzielle Hilfe organisiert und geboten, Kranke besucht und Geburtstagsglückwünsche überbracht. Manche Menschen brauchen langfristig Hilfe und anderen ist schon mit einem kurzen Besuch sehr geholfen. Diakonie ist und bleibt eine wichtige Arbeit in unserer Gemeinde!

Beim aufmerksamen Lesen des ersten Schöpfungsberichtes (Gen 1,27) fällt die Betonung der Gottebenbildllichkeit des Menschen auf. Psalm 8,5 liegt derselbe Gedanke zu Grunde. Das Alte Testament beschäftigt sich an vielen Stellen mit der Not von anderen Menschen. Die Bibel bezeugt die Sorge Gottes für die Bedürftigen. Das Neue Testament beschreibt wie sich die ersten Christen um einander und andere kümmerten. Apostelgeschichte 6,1-7 erwähnt selbst den Einsatz der allerersten Diakone zur Armenpflege.

 

Die meisten Hilfeleistungen unserer Diakonie finden ohne viel Aufhebens im Stillen statt. Um so mehr gilt unser Dank all denen die Diakonie in unserer Gemeinde gestalten! Darüber hinaus ist natürlich auch jeder von Herzen eingeladen selbst Teil des Diakonieteams zu werden. Sprecht diesbezüglich gern Antje F. oder mich persönlich an. Lasst uns einander helfen und gegenseitig wertschätzen, damit wir Gottes Reich in Harburg unter den Segen des Heiligen Geistes bauen können!

 

Gottes Segen sei mit euch.

M.Altink, Pastor



Februar 2020

Ich weiß nicht was ihr letzen Sonntag gemacht habt, aber ich hatte einen tollen Tag. Ich war mit den Pfadis im Hamburger Stadtpark. An der frischen Luft und im Planetarium und danach haben wir uns als Pfadi-Leitungsteam getroffen um die Planung für 2020 zu besprechen. Ich kann euch sagen es ist ein tolles Programm geworden. Neben den monatlichen Gruppenstunden sind zum Beispiel ein Kletter-Outing, ein Wanderwochenende und natürlich das HiLa geplant und falls du noch nicht zu den Pfadis gehörst kann ich dich nur ermutigen dabei zu sein! Wir, Harburger Frösche, sind eine tolle Gruppe von Mädchen und Jungen ab 8 Jahren, mit einem motiviertem, enthusiastischem Leitungsteam.

Arbeit auf vielfältige Weise unterstützen, durch unser Gebet, finanziell oder durch unsere Mitarbeit. In Markus 16:15 (nach der Elberfelder Bibel) steht "Geht hin, in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!" Lasst uns das von ganzem Herzen tun.

Gottes Segen sei mit euch.

M.Altink, Pastor



Januar 2020

Vor kurzem habe ich mir die Zeit genommen, die Bergpredigt für mich in Ruhe und Stille laut vorzulesen.

Das Vater Unser war ein besonderer Teil, in dem ich mich besonders an "erlöse uns von dem Bösen" erinnerte. In diesem Abschnitt hatte ich den Eindruck, dass Gott selbst zu mir sprach - und es tatsächlich schaffte, mich vor "dem Bösen" zu retten. Seit 2016 haben wir für unsere Jahreslosungen Textauszügen aus dem bekannten Modell-Gebet "Vater unser" als Leitfaden gesehen. Das diesjährige Thema ist "Sondern erlöse uns von dem Bösen". Das Gebet dient als Modell für die Nachfolger von Jesus Christus. Es gibt zwei Hauptthemen: Wir erkennen die unschätzbare Größe Gottes an und wir erkennen unsere Abhängigkeit von ihm.

 

Uns von dem Bösen zu erlösen ist eines der Dinge, bei denen wir von Ihm abhängig sind! In Genesis 1 und 2 lesen wir, dass Gott uns perfekt erschaffen hat. Im nächsten Kapitel lesen wir, wie diese perfekte Welt unvollkommen wurde. Deshalb wurden wir alle in diese unvollkommene Welt geboren. Und wir erleben die Konsequenzen dieser unvollkommenen Welt jeden Tag!

Es ist eine Welt, in der wir auf den Segen Gottes angewiesen sind: Sein tägliches Brot (Jahreslosung 2018), Seine Vergebung (Jahreslosung 2019) und die Erlösung des Bösen (Jahreslosung 2020). Im jetzt anbrechenden Jahr dürfen wir wissen, dass der Fürst dieser Welt bereits gerichtet ist (Joh 16,11). Das ist wie auch ich darin bestätigt wurde, dass Gott auch mich von dem Böse erlöst hat.

Lasst uns - auch in diesem neuen Jahr - auf Gott vertrauen und ihn für seine Güte und seinen Segen loben und preisen! Ich wünsche euch allen ein gesegnetes neues Jahr und wünsche euch Gesundheit, Frieden und eine erfolgreiche Gemeindearbeit unter Gottes Führung für 2020!

M.Altink, Pastor



Dezember 2019

Das Kind beim Jesuskinde

Süße Mutter, sei gegrüßet! Zeig' mir doch dies Kindelein,

Das dein reiner Arm umschließet; Sag': Ist das mein Brüderlein?

Schaut so ernsthaft und so sinnig, Blickt so zärtlich doch und lind.

Sel'ge Mutter, fromm und innig, Ja, Du hast das schönste Kind.

Kind, was bring' ich nur für Gaben her in Deinen dunklen Stall?

Willst Du all mein Spielzeug haben, Meine Puppe, meinen Ball?

Alle Blumen will ich bringen, Die in meinem Garten stehn,

Will dir singen, will Dir springen, Nimmer wieder von Dir gehn.

Sag' mir nur: Was soll ich machen? Kränz' und Krönlein, bunt und blank?

Soll ich weinen oder lachen? Willst Du Flöt- und Zitherklang?

Was Du willst, das sollst Du haben, Gib mir nur Dein Händelein.

Fahrt nur hin, ihr andern Knaben Ich kann eu'r Gespiel' nicht sein.

Lass mich eine Stell' erwerben, Kind, im Reich, das Du erwirbst!

Lehr' mich beten, lehr' mich sterben, Wie Du lebst und wie Du stirbst.

Nun, Maria, voll Erbarmen Reiche mir Dein Kindelein!

Dass ich zärtlich in den Armen Wiege solch ein Brüderlein.

 

(Luise Hensel, https://weihnachtsgedicht.de/christliches-weihnachtsgedicht.php, copyright © 2007-2017 by weihnachtsgedicht.de)

Mit diesen Worte wünsche ich euch eine schöne Adventszeit und Weihnachten sowie Gottes Segen für uns alle! 

M.Altink, Pastor



November 2019

Unter dem Titel „Sabbath for Future“ trafen sich am Sabbat, den 19. Oktober etwa 50 Teens in der Adventgemeinde Barmbek um das Thema Klimaschutz zu diskutieren. Greta Tunberg (Schweden) hat vor ungefähr einem Jahr mit ihrem Vortrag über Klimaschutz Schlagzeilen gemacht und ruft die Weltpolitik auf, mehr fürs Klima zu tun! Die Adventgemeinde ruft schon seit mehr als 150 Jahren dazu auf, sich besser um die Erde zu kümmern. Unseren Schwerpunkt haben wir aber (damals) bei unserer Gesundheit gesetzt. Wir fanden und finden es immer noch wichtig, dass wir verantwortlich mit unserem Körper umgehen.

Die Grundidee, die dahintersteckt, ist ein längeres und glücklicheres Leben auf dieser Erde für uns und die Menschen um uns herum! Die Adventisten haben (damals) wiederentdeckt, dass Gott die alttestamentlichen Gesetze gegeben hat, damit wir in einem besseren Klima leben können!!! Wenn wir Gottes Gesetze studieren macht jedes davon Sinn – und hilft uns bei unserer ursprünglichen Aufgabe, diese Erde zu pflegen und zu schützen.

Die Idee, zu der Greta Tunberg in ihren Fridays for future - Demonstrationen aufruft, unterstützen wir natürlich gerne… Aber wir erweitern die Idee grundsätzlich… Viele Umweltschützer rufen dazu auf, dass die Menschheit sich jetzt um das Klima kümmern muss, ansonsten ist es zu spät! 

Und sie haben zum großen Teil recht! Aber die Angst, die dahintersteckt, brauchen wir laut der Bibel nicht zu haben! Schon von Anfang an, hat Gott uns darauf hingewiesen, dass wir am besten ihm nachfolgen müssen. Ohne ihm existiert kein Leben! In 1. Mose 2.16, 17 finden wir ein Versprechen Gottes: “Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen, nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.” In Vers 7 bläst Gott den Menschen dem Lebensatem in die Nase. Zehn Verse weiter verspricht er uns, dass er uns diesen Lebensatem wieder wegnehmen muss, wenn wir ihm nicht glauben! Zum Glück findet Gott aber eine Lösung für den ewigen Tot! Nach dem Sündenfall in Kapitel 3 verspricht Gott als Lösung, ihn wieder anzunehmen und zu vertrauen! Durch Jesus Christus haben wir eine Botschaft der Hoffnung bekommen! Klar! Wir müssen uns immer noch um diese Erde kümmern! Die Aufgabe haben wir schon im Paradies bekommen! Gott hat uns die Welt gegeben - und uns beauftragt sie zu pflegen und schützen.

 

Aber weil die Erde mit Sünde verseucht ist, hat Gott uns auch eine neue Erde versprochen! Bildlich gesprochen werden wir auf dieser neuen Erde einen ewigen Sabbat haben! So wie im Paradies! Es wird eine Welt ohne Sünde sein. Das heißt eine Welt ohne Schmerzen, aber auch ohne Verschmutzung, ohne Verschwendung, ohne gequälte Tiere und ohne Keime, die krank machen. In anderen Worten: Sabbats for Future!

 

M.Altink, Pastor



Oktober 2019

Als Gemeinde arbeiten wir jetzt ab Oktober mit einem neuen Gemeinderat! Gemeinsam engagieren wir uns für das Wachstum des Reiches Gottes in Harburg und Umgebung.

Erfolgreich zu sein in eine Gemeinde ist immer ein bisschen abhängig von den spezifischen Zielen, die sich eine Gemeinde setzt.

 

Ein Ziel, das ich mir für die Gemeinde vorstellen kann, ist es, der Liebe zu Christus in Hamburg-Harburg auf relevante und zeitgemäße Weise Gestalt zu geben. Wenn das eines unserer Ziele ist, bin ich davon überzeugt, dass wir als Gemeinde sozusagen als „Team“ funktionieren müssten.

Der Erfolg unseres Ziels kann dann in hohem Maße davon abhängen, ob wir uns zu einem starken Team mit einem tiefen Sinn für Teamgeist entwickeln. Teamgeist ist aber nie zufällig, er ist immer beabsichtigt und wird von allen Beteiligten gewünscht und entwickelt. Ich wünsche mir für unsere Gemeinde, dass wir unsere Aufgaben auch als ein gemeinsames Team angehen! Natürlich ist das nicht immer leicht! Wir setzen unterschiedliche Schwerpunkte, finden unterschiedliche Sachen wichtig und finden auch unterschiedliche Sachen eher unwichtig. Gelingende erfolgreiche Teamarbeit basiert auf drei Faktoren:

  • ein überzeugender Zweck,
  • kristallklare Kommunikation,
  • ein Verhaltenskodex von gemeinsam eingehaltenen Werten.

 

Für solche Faktoren ist immer Luft nach oben! Daran möchte ich gerne mit unserem „neuen Team“ arbeiten.

Jesus betet für seine Gemeinde in Johannes 17. Er betet für die Einheit seiner Nachfolger, eine Einheit auf Jesus hin, die sich in Vielfalt ausdrückt. So ist das ja auch im Team: man darf und soll sich ergänzen und dadurch gemeinsam eine Sache voranbringen.

 

Ich bin stark davon überzeugt, dass es sich hier um eine Einheit in Vielfalt handelt. Für so eine gemeinsame Teamarbeit möchte ich mich gerne einsetzen. Du auch?

 

M.Altink, Pastor



September 2019

Dieses Jahr hatten wir einen abwechslungsreichen Sommer. Hitze Rekorde wurden gebrochen, aber wir haben auch viel Regen gesehen. Die Blumen und Pflanzen blühen, die Natur ist im Sommer schön! Es erinnert mich daran, wie Gott am Anfang alles gemacht hat. Die Schöpfungsgeschichte in Genesis 1.1-2.4a ist als ein literarisches Kunstwerk verfasst! Egal, was du darüber denkst, der Wert dieser Geschichte ist enorm! So stellt sie einen kreativen Gott dar und lädt den Leser ein, Gott kennen zulernen. Auch zeigt sie uns den Wert der Schöpfung und unsere Verantwortung darin.

 

Die erste Schöpfungsgeschichte besteht aus sieben Strophen. Jeder Tag, der beschrieben wird, ist eine Strophe. Das Ganze bringt ein beeindruckendes Loblied hervor, das Gott als Schöpfer bekennt und zur Bewunderung für seine Schöpfung anregt. Im beeindruckenden Schlusswort findet auch der Mensch seinen Platz: Wir sind Gottes Ebenbild und für das Fortbestehen der Natur und der Welt verantwortlich. Jeder Mensch bekommt hier eine besonders hohen Wert, denn jeder ist für Gott bedeutungsvoll, ja sogar ein Bild von ihm.

Das Schöne daran ist, dass diese Geschichte Zeit, Sprache, Nationalität und Kultur so weit überschreitet, dass bis heute jeder etwas mit der Geschichte anfangen kann.

 

Auch in unserer Zeit, oder vielleicht sollten wir sogar sagen “gerade in unserer Zeit”, hat diese Geschichte eine Bedeutung. Sie ermutigt uns, eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Unser Leben sollte nicht dominiert werden von einer geldbetrieben Marktwirtschaft, sondern von einer umweltbewussten Existenz. Unsere Aufgabe ist es nicht, rund um die Uhr einfach immer weiterzumachen, sondern ein ausgewogenes Leben zu leben. Ein Tag Ruhe in der Woche, genügend Schlaf, frei von ständigem Stress. Sie weist uns an, autonom und unabhängig zu denken, anstatt uns von einem unaufhörlichen Medien- und Informationsfluss leiten zu lassen.

 

Jetzt, da das neue Schuljahr wieder anfängt, ruft uns die Schöpfungsgeschichte auf, "sie in unseren Alltag umzusetzen!“ Nimm dir einen Moment Zeit, überlege bei allem was du tust und denke selbständig und kritisch über das nach, was auf dich zukommt. Und vor allem: Erweitere deine Beziehung zu Gott und hör auf ihn!

 

M.Altink, Pastor



Juli/August 2019

Ihr aber sollt vollkommen sein…

Es gibt Brüder und Schwestern – auch Adventisten – die uns gerne sagen wollen, dass wir vollkommen sein müssen, weil Gott uns sonst nicht annehmen kann.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich ganz gerne ein bisschen Abstand nehme von solchen Menschen., denn oft erfahre ich in ihrer Botschaft meistens keine Liebe und vor allem kein Verständnis für wenn ich Fehler mache – ich erfahre eher eine Verurteilung.

Matthäus 5.48 ruft uns auf Vollkommen zu sein, aber was das genau heißt, muss – so glaube ich – im Licht der ganzen Schrift gesehen werden.

Hoffnung für Alle übersetzt es so: Ihr aber sollt in eurer Liebe vollkommen sein, wie es euer Vater im Himmel ist. Vollkommenheit ist dabei etwas, was Christus uns schenkt, und nicht etwas, was durch unsere Werke zustande gebracht werden kann.

 

Einer unserer adventistischen Gründer schreibt: „Als Gott seinen Sohn der Welt gab, ermöglichte er es Männer und Frauen, vollkommen zu sein, indem sie alle Fähigkeiten ihres Wesens zur Ehre Gottes nutzen.“ (Ellen G. White, Gods amazing Grace, Devotional 10 August, Perfection, now)

 

Wir versuchen als Christen Jesus nachzufolgen, darin wie er gelebt hat. Damit versuchen wir anderen zu dienen und in Demut zu leben. Dabei wird uns die Vollkommenheit Gottes geschenkt.

1.Korinther 13.10 zeigt uns, dass die himmlische Vollkommenheit erst später kommt:

Wenn aber das Vollkommene da ist, wird alles Vorläufige vergangen sein. (HfA)

In Christus versuchen wir unsern Charakter so zu entwickeln, dass wir vollkommen sein können in unserer Liebe.

 

„Die Charaktervollendung basiert auf dem, was Christus für uns ist. Wenn wir ständig von den Verdiensten unseres Erlösers abhängig sind und in seinen Fußstapfen wandeln, werden wir wie er sein, rein und unbefleckt.“ Sagt Ellen White in ihrer Andacht.

Als Gott uns in der Bergpredigt (Matthäus 5) aufruft vollkommen zu sein, ist das gleichzeitig auch ein Versprechen, dass er uns diese Vollkommenheit schenkt. Gott fordert nichts Unmögliches von uns!

 

Jetzt ist es unsere Aufgabe in unserem Wirkungsbereich die Vollkommenheit zu erreichen. In Liebe zollen wir anderen Leuten Respekt. Respekt zollen heißt für mich die Anstrengungen von Leuten, ihre Fähigkeiten, Meinungen und Launen zu verstehen, oder mindestens versuchen zu verstehen. Zum Beispiel damit, dass ich Dankbarkeit zeige, ich ehrlich bin und die Errungenschaften von andere würdige.

Daran kann man auch sehen, Vollkommenheit ist nicht leistungsorientiert, sondern werte orientiert.

 

Die Andacht von Ellen White endet mit: „Unser Erlöser ist ein Erlöser zur Vervollkommnung des ganzen Menschen. Er ist nicht nur der Gott eines Teils unseres Wesens. Die Gnade Christi beeinflusst die Veränderung des gesamten menschlichen Gefüges. Er hat alles gemacht. Er hat alles erlöst. Er hat den Geist, die Kraft, den Körper und die Seele zu Teilhabern an der göttlichen Natur gemacht. Alles ist sein erkaufter Besitz. Ihm muss mit ganzem Verstand, ganzem Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft gedient werden. Dann wird der Herr in seinen Heiligen verherrlicht werden, sogar in den gewöhnlichen, zeitlichen Dingen, mit denen sie verbunden sind. Heiligt dem Herrn wird wie eine Inschrift auf ihnen stehen.“

 

Gerne möchte ich in Christus vollkommen sein. Weil Er heilig ist! Er ist vollkommen!

Heilig ist der Herr!

 

M.Altink, Pastor



Juni 2019

Der Sommer rückt näher. Wir sehen alles wieder in voller Blüte. Es erinnert mich daran, wie Gott am Anfang alles gemacht hat. Die Schöpfungsgeschichte in Genesis 1.1-2.4a ist ein literarisches Kunstwerk! Egal, was du darüber denkst, sein Wert ist enorm! Diese Geschichte stellt einen kreativen Gott dar und lädt den Leser ein, Gott kennenzulernen. Sie zeigt uns den Wert der Schöpfung, aber auch unsere Verantwortung darin.
Die erste Schöpfungsgeschichte besteht aus sieben Strophen. Jeder Tag, der beschrieben wird, ist eine Strophe. Das Ganze bringt ein beeindruckendes Loblied hervor, das Gott als Schöpfer bekennt und zur Bewunderung für seine Schöpfung anregt.

Im beeindruckenden Schlusswort findet auch der Mensch seinen Platz: Wir sind Gottes Ebenbild und für das Fortbestehen der Natur und der Welt verantwortlich. Es ist nicht unsere Aufgabe, die Götter zu "beruhigen", der Mensch ist viel wertvoller. Jeder Mensch ist für Gott bedeutungsvoll, ja sogar ein Bild von ihm.
Das Schöne daran ist, dass diese Geschichte Zeit, Sprache, Nationalität und Kultur so weit überschreitet, dass bis heute jeder etwas mit der Geschichte anfangen kann.

Auch in unserer Zeit, oder vielleicht sollten wir sogar sagen “gerade in unserer Zeit”, hat diese Geschichte eine Bedeutung. Sie ermutigt uns, eine höhere Lebensqualität zu erreichen. Unser Leben sollte nicht dominiert werden von einer Geld-getriebenen Marktwirtschaft, sondern von einer umweltbewussten Existenz.

Unsere Aufgabe ist es nicht, rund um die Uhr einfach immer weiterzumachen, sondern ein ausgewogenes Leben zu leben. Ein Tag Ruhe in der Woche, genügend Schlaf, frei von ständigem Stress. Sie weist uns an, autonom und unabhängig zu denken, anstatt uns von einem unaufhörlichen Medien- und Informationsfluss leiten zu las-sen.


Jetzt, da der Sommer näher rückt, ruft uns die Schöpfungsgeschichte auf, "sie in unseren Alltag umzusetzen!“ Nimmt dir einen Moment Pause, überlege bei allem was du tust und denke selbständig und kritisch über das nach, was auf dich zukommt. Und vor allem: erweitere deine Beziehung zu Gott und hör auf ihn!

 

M.Altink, Pastor



Mai 2019

Die Ostertage liegen hinter uns, der Himmelfahrt steht vor der Tür. In dieser Zeit denken wir zurück an das, was der Herr für uns auf Golgatha getan hat. Das erste, was die Nachfolger Christi taten, nachdem Jesus in den Himmel aufgenommen worden war, ist oft und viel miteinander zu beten. „Sie alle trafen sich regelmäßig an diesem Ort, um gemeinsam zu beten.“ (Apostelgeschichte 1,14).
Der Prophet Joel sagt uns, dass wir uns über Gott freuen können. Er schickt Regen, damit alles wachsen kann. Um geistlich zu wachsen, brauchen wir im übertragenen Sinne auch Gottes "Regen". Wir wollen verkündigen, dass Jesus lebt! Gleichzeitig brauchen wir Kraft und Mut, um diese Botschaft zu verbreiten!
Es ist vor allem Markus, der in seinem Evangelium betont, wie es Jesus häufig ging: Er wurde derart von Menschen gesucht und bedrängt, dass er und seine Jünger kaum Zeit zum Ausruhen oder zum Essen hatten.
Trotz seines überfüllten Kalenders suchte Jesus immer wieder die Einsamkeit und die Stille, das Gespräch mit seinem Vater. Die Kraft, um all den leidenden, fragenden und teils feindseligen Menschen zu begegnen, hat er sich jeden Tag neu von seinem Vater schenken lassen.
Für Jesus war Beten das „Kerngeschäft“ seines Dienstes. Lasst uns weiter beten im Trubel des Alltags. Betet, dass unser Glaube wächst, betet für unsere gegenseitigen Beziehungen. Betet für das Wachstum der Gemeinde und betet für die Verkündigung an unsere Mitmenschen.

 

M.Altink, Pastor



April 2019

Wir kommen aus einer Familie und sind doch so unter- schiedlich. Wer kennt das nicht aus eigener Erfahrung?
Eltern erleben täglich, wie verschieden ihre Kinder reagie- ren, welche unterschiedlichen Interessen sie haben und welche Charaktereigenschaften sie entwickeln.
Wäre es besser, wenn wir alle die gleichen Meinungen, Anschauungen und Charaktereigenschaften besäßen?
Mit Sicherheit nicht. Wahrscheinlich würden wir uns zu Tode langweilen.
In der Unterschiedlichkeit liegt die ungeheure Chance, dass wir uns auseinandersetzen und entwickeln. Wichtig bleibt, dass wir uns wertschätzen und eine Atmosphäre schaffen, in der viele Meinungen Platz haben. Das muss man lernen und manchmal auch einfach aushalten. Feindschaft und Ausgrenzung sind der falsche Weg, weil Vertrauen verloren geht. Und das braucht jeder Mensch. Jemanden zu haben, der einfach zuhört, in den Arm nimmt und tröstet, ist Glück, oder auf eine Biblische Art und Weise gesagt: das ist göttliche Liebe.
Auch in der Gemeinde gilt das Gleiche Prinzip – und ich bin davon überzeugt das Gott uns in Vielfalt geschaffen hat, damit wir lernen einander zuzuhören, wertzuschätzen, und als Person zu akzeptieren.
1. Mose 1, 27 sagt: „So schuf Gott die Menschen nach seinem Bild, als Gottes Ebenbild schuf er sie und schuf sie als Mann und als Frau.“ Das zeigt schon, dass Er den individuellen Menschen unterschiedlich schuf, männlich und weiblich schuf Er sie.
Gott gibt uns die Herausforderung, dass wir uns wert- schätzen und eine Atmosphäre schaffen, in der viele Mei- nungen Platz haben ohne Feindschaft oder Ausgrenzung. Manchmal und in manchen Bereichen fällt uns das (sehr?) schwer.
Die Frage bleibt: Wo ziehst du diese Grenze?
Ich wünsche uns auch diesen Monat Gottes reichen Se- gen, wenn wir unseren Glauben leben und anderen zeigen, dass wir zu ihm gehören.

 

M.Altink, Pastor